Arbeitsschutz ist im Vergleich zur fortschreitenden Industrialisierung ein Thema, das oft nur eine untergeordnete Rolle spielte. Erst seit den frühen 80er Jahren wurde mit der Überarbeitung des Arbeitsschutzgesetzes ein Zeichen für die Sicherheit am Arbeitsplatz gesetzt. Abgesehen von der Entwicklung innovativer Stoffe für Arbeitsbekleidung ist seither viel geschehen, um die Gesundheit des Arbeiters zu schützen.
Beginnend mit der Schutzkleidung ist diese nicht nur als tatsächliche Kleidung (Hosen, Jacken etc.) zu verstehen. Zur Schutzkleidung gehören auch Schürzen, Helme, Atemschutzmasken, Schutzbrillen und ähnliches Zubehör. Das Bewusstsein für die aktive Nutzung von Schutzkleidung ist sowohl bei Arbeitgebern als auch bei Arbeitnehmern gewachsen. Kein Metzger würde in der heutigen ohne seine Schutzhandschuhe zum scharfen Messer greifen. Ein Förster startet seine Kettensäge nicht, ohne vorher seinen Schutzhelm mit Visier aufzusetzen. Der Stahlarbeiter geht nicht ohne seine feuerfeste Schürze zum Hochofen. All diese Schutzmaßnahmen dienen dazu, die Gesundheit zu erhalten und den Körper vor Schaden zu bewahren.
In vielen Firmen wird das Tragen von Schutzkleidung vorgeschrieben und selbstverständlich auch durchgeführt. Werden artverwandte Arbeiten allerdings im privaten Umfeld vorgenommen, so mangelt es oft an dieser Selbstverständlichkeit. Die statistisch belegte Unfallrate spricht eine deutliche Sprache. So sind fast 40 % aller diesbezüglichen Unfälle auf schlecht oder gar nicht gesicherte Arbeiten in Haus und Garten zurückzuführen. Demnach ist es angeraten, sich auch für einmalig anfallende Arbeiten entsprechende Schutzkleidung zu besorgen.
Elektrisch oder kraftstoffbetriebene Maschinen verfügen in der Regel über bereits eingebaute Sicherheitsmechanismen. So sind Abdeckungen auf rotierenden Teilen auf vielen dieser Maschinen zu finden. Eine Motorsense oder ein Rasenmäher sind beispielsweise mit solchen Abdeckungen ausgestattet. Wird diese Abdeckung entfernt, so startet die Maschine nicht. Moderne Stanz- oder Fräsemaschinen werden ebenfalls erst dann aktiv, wenn ein Sicherheitspedal betätigt wird. So kann sichergestellt werden, dass sich kein Körperteil mehr im Betriebsbereich befindet. Diverse Maschinen sind mit einer Stop-Automatik versehen, welche rotierende Maschinenteile sofort stillstehen lässt.
Fazit
Arbeitsschutz sollte keine Frage der Zeit oder des Geldes sein. Die Erhaltung der Gesundheit ist in jedem Fall wichtiger.